„Angesichts der häufig monatelangen Wartezeit auf einen Facharzttermin für gesetzlich versicherte Patient*innen, bleibt ihnen nichts anderes übrig als sich auf mehrere Wartelisten gleichzeitig setzen zu lassen. Da grenzt es schon an Unverschämtheit, wenn kranke Menschen jetzt auch noch für das schlechte Terminmanagement der KBV büßen sollen. Hier sollte doch eher ernsthaft über Strafgebühren für diejenigen Ärztinnen und Ärzte nachgedacht werden, die sich weigern gesetzlich Krankenversicherte zu behandeln, weil sie angeblich überlastet sind, aber privatversicherte Menschen trotzdem noch aufnehmen“, kritisiert Dr. Martin Danner, Bundesgeschäftsführer der BAG SELBSTHILFE, den Vorstoß der Ärztevertretungen scharf.
Die BAG SELBSTHILFE schlägt daher vor, die Ärzteschaft dafür zu sensibilisieren, wie es sich aus Patient*innensicht anfühlt, selbst monatelang Schmerzen aushalten oder auf eine lebensnotwendige Operation warten zu müssen, während der PKV-Versicherte an der Warteschlange vorbei direkt in das Sprechzimmer des Fachmediziners spaziert.
Burga Torges
Referatsleitung Presse- & Öffentlichkeitsarbeit
BAG SELBSTHILFE
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