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Berufung der Rektorin der Hochschule für Wirtschaft, Technik und Kultur zu Unrecht verweigert

Vom 02.05.2011 in „Pressemitteilungen“.

Die Mitgliederversammlung der BAG SELBSTHILFE ist empört über das praktizierte Verfahren bei der aktuellen Besetzung der Rektorenstelle der Hochschule für Wirtschaft, Technik und Kultur in Leipzig.

Der Arbeitskreis Frauen mit Behinderung und chronischer Erkrankung der BAG SELBSTHILFE informierte die Mitgliederversammlung am 30. April 2011 über die Praxis, die demokratisch zur Rektorin gewählte Prof. Renate Lieckfeldt nicht in das Amt zu berufen. Die BAG SELBSTHILFE und ihre Mitgliedsorganisationen sehen in der Verweigerung der Berufung in das Amt aus gesundheitlichen Gründen eine Diskriminierung. Dieses Vorgehen stellt einen eklatanten Verstoß gegen die UN-Behindertenrechtskonvention zur Wahrung der Rechte behinderter Menschen dar.

Die Mitgliederversammlung der BAG SELBSTHILFE hat deshalb zusammen mit ihrer Landesvertretung in Sachsen, der Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe Sachsen, einen Brief an Stanislaw Tillich, den Ministerpräsidenten des Freistaats Sachsen, verfasst. Darin fordert sie den Ministerpräsidenten auf, den Ermessensspielraum, den das deutsche Beamtenrecht bietet, zu nutzen und die anstehende Berufung der Professorin Renate Lieckfeldt unverzüglich durchzusetzen.

Neben den dargestellten Argumenten verwundert das Vorgehen umso mehr, als seit Monaten sowohl auf Bundesebene als auch in den Bundesländern die als zu gering bewertete Anzahl von Frauen in Führungspositionen beklagt wird und auch Lösungsmöglichkeiten intensiv diskutiert werden.

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