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„Sich bewegen, andere bewegen, mit Selbsthilfe aktiv ins Leben“

„Sich bewegen, andere bewegen, mit Selbsthilfe aktiv ins Leben“

Projektlaufzeit: 01.08.2013 – 31.07.2015
Förderung: Das Projekt wird vom Bundesministerium für Gesundheit gefördert

Projektverantwortung: Dr. Martin Danner
Projektleiterin: Dr. Petra Schmidt-Wiborg

Zur Ausgangslage

Seit dem 1. August 2013 führt die BAG SELBSTHILFE e.V. ein Projekt durch, das aktiven Lebensstil, Bewegung und bewegungsförderliche Lebensverhältnisse bei Betroffenheit von chronischer Erkrankung oder Behinderung zum Thema macht.

Den Ausgangspunkt stellen folgende Annahmen dar:

Wenn jemand selbst oder als Angehöriger von Behinderung oder chronischer Erkrankung betroffen ist, sind ein aktiver Lebensstil und Bewegung ebenso wie bewegungsförderliche Lebensverhältnisse entscheidende Faktoren für körperliches und seelische Wohlbefinden und für Möglichkeiten der Teilhabe und Inklusion.

Oft ist jedoch chronische Erkrankung bzw. Behinderung mit Unsicherheiten verbunden, inwiefern Bewegung möglich ist oder ein Wahrnehmen von Sportangeboten förderlich ist. Oder es bestehen falsche Vorurteile, sei es bei Fachkräften, sei es bei Angehörigen oder Betroffenen. Darüber hinaus sind vielfach Lebenswelten (z.B. Kitas, Schulen, Freizeiteinrichtungen, Vereine, Arbeitskontexte, Institutionen der Gesundheitsversorgung oder Behindertenhilfe) immer noch viel zu wenig auf Bewegungs- und Gesundheitsförderung gemäß den besonderen Bedarfen von Menschen mit chronischer Erkrankung oder Behinderung oder deren Angehörigen eingestellt.

Ansatz des Projektes

Organisierte Selbsthilfe hat im Zusammenhang der Weiterentwicklung von aktivem Lebensstil und Bewegungsförderung eine Schlüsselfunktion.

Zahlreiche Betroffene und Angehörige haben Kontakt mit Selbsthilfeorganisationen. Selbsthilfeorganisationen sorgen für Aufklärung und vermitteln Informationen, die dem aktuellen Wissensstand entsprechen. Selbsthilfeorganisationen verfügen darüber hinaus über vielfältige Erfahrungen, wie Betroffene oder Angehörige sich gegenseitig in Bezug auf einen aktiven Umgang mit chronischer Erkrankung oder Behinderung und einen aktiven Lebensstil unterstützen können. Außerdem organisieren Betroffene in vielfältiger Weise selbst Angebote zur Bewegungs- und Gesundheitsförderung.

Es bedarf aber über Selbsthilfe hinaus auch des Einsatzes von anderen Akteuren und Akteurinnen. Selbsthilfeorganisationen sind in den unterschiedlichsten Bereichen gut vernetzt und zeigen auf, wo aktuell in Rücksicht auf die Menschen, die selbst oder als Angehörige von Behinderung oder chronischer Erkrankung betroffen sind, Handlungsbedarfe in Bezug auf Bewegungs- und Gesundheitsförderung bestehen.

Selbsthilfeorganisationen können damit maßgeblich zu besseren gesundheitlichen Chancen von Betroffenen und Angehörigen beitragen. Sie entwickeln passgenau Angebote für Betroffene und Angehörige, geben wichtige Impulse für Veränderungen und begleiten neue Entwicklungen aus der Sicht der Betroffenen und Angehörigen.

Die dafür erforderlichen Kompetenzen sind in Selbsthilfeorganisationen in unterschiedlichem Maß vorhanden, je nachdem, wie lang es eine Organisation schon gibt und welche Schwerpunkte sie bisher bei ihren Aktivitäten gesetzt hat.

Die BAG SELBSTHILFE führt auf der Basis der genannten Gesundheits- und Präventionskompetenzen der Selbsthilfe für ihre Mitgliedsorganisationen entsprechend ein Projekt durch, welches Handlungsmöglichkeiten und gute Praktiken der Selbsthilfe in Bezug auf aktiven Lebensstil bzw. bewegungsförderliche Lebensverhältnisse bei chronischer Erkrankung oder Behinderung ausdrücklich thematisiert und zu Weiterentwicklungen Impulse geben soll.

Ziele und Inhalte

Das Projekt „Sich bewegen, andere bewegen, mit Selbsthilfe aktiv ins Leben“ richtet sich an Vertreterinnen und Vertreter von Mitgliedsorganisationen der BAG SELBSTHILFE.

Ziel des Projektes ist es, Selbsthilfeorganisationen in die Lage zu versetzen, die Themen aktiver Lebensstil, Bewegung und bewegungsförderliche Lebensverhältnisse im Zusammenhang ihrer eigenen präventions- und gesundheitsförderungsbezogenen Arbeit noch bewusster und noch zielgerichteter als bisher zu nutzen.

Dazu werden im Rahmen mehrerer Veranstaltungen zum einen Ansätze und Beispiele guter Praxis vorgestellt. Zum anderen werden entsprechend dem Selbsthilfeprinzip Prozesse gegenseitiger Beratung durchgeführt. Auf diese Weise können Selbstorganisationen einzeln für sich und gemeinsam Möglichkeiten der Weiterentwicklung ihrer Aktivitäten identifizieren und bewusster und zielgerichteter deren Planung und Umsetzung oder auch Weiterentwicklung angehen.

Thematisch sind folgende Schwerpunkte vorgesehen:

1) „Selbsthilfeorganisationen – Förderer von Aktivität und Bewegung“
Die Rolle der Selbsthilfeorganisationen für die Entwicklung der Themenfelder Bewegung, aktiver Lebensstil, bewegungsförderliche Lebensverhältnisse und mögliche Partner und Partnerinnen der Selbsthilfe;

2) „Motivieren zu Aktivität und Bewegung – Gewusst wie!“
Wie Selbsthilfeorganisationen ihr soziales Kapital für erfolgsreiche Information, Förderung und Unterstützung einsetzen;

3) „Von der Patientenschulung über virtuelle Aktivgruppen bis zur Wii-Konsole“
Wie Selbsthilfeorganisationen über verschiedene Informationskanäle wirksame Bewegungsempfehlungen verbreiten und qualitätsgesichert Angebote entwickeln;

4) „Sich bewegen, andere bewegen: Mit Selbsthilfe aktiv ins Leben“
Wie Selbsthilfeorganisation durch ihre Aktionen und Kampagnen den Wandel zu mehr Bewegung und Gesundheitsförderung mit gestalten.

 

Ansprechperson

BAG SELBSTHILFE e.V.
Dr. Martin Danner
Bundesgeschäftsführer

Kirchfeldstraße 149
40215 Düsseldorf

Tel.: 0211 31006-50
Fax: 0211 31006-48
Mail: geschaeftsfuehrer(at)bag-selbsthilfe.de