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Hart an der Grenze – Hintergrund und Geschichte

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Die Arbeit der Selbsthilfeorganisationen in der Gesundheits- und Behindertenselbsthilfe basiert im Wesentlichen auf ehrenamtlicher Arbeit. Ohne den Einsatz der vielen ehrenamtlich engagierten Menschen würde die Selbsthilfe ihre Arbeit und die damit verbundenen Angebote nicht durchführen können. Menschen engagieren sich neben ihrer Erwerbsarbeit und der Fürsorge für die eigene Familie noch in Selbsthilfegruppen und -vereinen. Sie setzen sich nicht nur für die eigenen, sondern auch für die Belange anderer betroffener Menschen ein.

Zunehmend werden die in der Selbsthilfe ehrenamtlich Aktiven vor neue, äußerst komplexe Aufgaben und Herausforderungen gestellt. Denn es werden nicht nur immer mehr, sondern auch immer höhere Ansprüche an die Organisationen der gesundheitsbezogenen Selbsthilfe gestellt. Zusätzlich stehen die Ehrenamtlichen vor dem Problem, dass es oft einen Nachwuchsmangel in ihren Organisationen gibt, sodass die vielen und vielfältigen Aufgaben nicht auf viele Engagierte verteilt werden können.

Die Leitung einer Gruppe, die Führung eines Verbands oder die Aufrechterhaltung eines Beratungsangebots bringt neben der persönlichen Erfüllung auch Herausforderungen mit sich. Wenn die Herausforderung in eine Überforderung umschlägt, ist auch die eigene – meist ohnehin schwache – Gesundheit gefährdet.

Ziel des Projekts „Coaching für Kümmerer“ ist, die Selbsthilfeorganisationen und ihre ehrenamtlich Engagierten dabei zu unterstützen, Überforderungssituationen zu erkennen und diesen gegenzusteuern. Denn Engagement in der Selbsthilfe darf nicht dazu führen, dass die ehrenamtlich Aktiven – frustriert oder überfordert – ihre Gesundheit belasten und daraufhin unter Umständen der Selbsthilfe den Rücken kehren. Es gilt, die Betroffenen zu unterstützen, sodass wertvolles Wissen und die so wichtigen Ressourcen der „Kümmerer“ der Selbsthilfe erhalten bleiben.

Um eine weiterhin erfolgreiche und für die ehrenamtlich Tätigen befriedigende Selbsthilfearbeit zu gewährleisten, haben sich die BAG SELBSTHILFE e.V., die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. und die Deutsche Leukämie- & Lymphom-Hilfe e.V. im Rahmen des Projekts „Coaching für Kümmerer“ zusammengeschlossen. Im Jahr 2011 wurde ein Schulungskonzept zur Überforderungsvermeidung ehrenamtlich Tätiger in der Selbsthilfe entwickelt und 2012 erstmals durchgeführt und getestet. In 2013 wurden entsprechende Schulungs- und auch Train-the-Trainer Seminare durchgeführt und ein umfangreiches Handbuch konzipiert.

Die aus dem Projekt „Coaching für Kümmerer“ hervorgegangenen Schulungsmaterialien tragen in Anlehnung an das erfolgreiche Handbuch den Namen „Hart an der Grenze“.

 

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